Das Bauvorhaben und unsere Planungen

 

 

Unser familiengeführtes Unternehmen ist seit drei Generationen in Gerbrunn ansässig. Wir sind in und um Würzburg tätig und bieten einer stetig steigenden Anzahl von Menschen Arbeitsplätze. 

 

Unser aktuelles Betriebsgelände ist den Anforderungen leider nicht mehr gewachsen und wir müssen uns räumlich verändern. Natürlich am liebsten in unserer Heimatgemeinde! Dafür möchten wir das Industriegebiet am Kirschberg nutzen, zu dessen Standort es für uns in Gerbrunn leider keine Alternative gibt.

 

Die Planungen sind nach zwei Jahren weit fortgeschritten. Das Verfahren wurde von Beginn an transparent und offen geführt, alle Fragen von Verkehr bis zum Umweltschutz intensiv von Experten geprüft und gelöst. Sowohl Gemeinderat, als auch Verwaltung haben die Planungsschritte in allen Instanzen ausnahmslos einstimmig befürwortet.

Seit Mitte letzten Jahres möchte die Bürgerinitiative Gerbrunn (Website Gerbrunner.de) das Vorhaben stoppen. Aktuell soll ein Bürgerbegehren/Ratsbegehren initiiert werden. Als Gründe werden in erster Linie umweltschädliche Konsequenzen - insbesondere im Biotop am Gerbrunner Kirschberg - aufgeführt. Die einseitige Darstellung ohne gleichzeitige Aus­führung der Hintergründe verzerrt jedoch die tatsächliche Sachlage. 

 

 

Erdbau-Riegel-Erweiterung-Industriegebiet-Kirschberg-Gerbrunn-Bi-Gerbrunn

Skizze aktueller Planungsstand (März 2020) 

 

 

Mit unserer Umwelt nachhaltig umgehen – mit Verstand und Vernunft. Dafür stehen wir!

 

Als Nutzer des Geländes können wir versichern, dass wir KEINEN Raubbau an der Natur betreiben wollen und werden. Weder die Natur noch die Bürger sollen zu Schaden kommen. Mit unserer unternehmerischen Tätigkeit und unseren darüber hinausgehenden Bemühungen wollen wir vielmehr für uns und die kommenden Generationen einen aktiven Teil zu Umweltschutz und Ressourcenschonung beitragen:

 

 

Recycling-Baustoffe-Erdbau-Riegel

 

 

Recycling und Wiederverwendung

Auf unserem neuen Betriebsgelände können wir noch effizienter und ressourcenschonender arbeiten, als bisher. Hier kann eine temporäre Zwischenlagerung zur Wiederverwertung erfolgen. Aus Boden und Bauschutt schaffen wir neue Baustoffe, sogenannte Sekundärrohstoffe oder auch Ersatzbaustoffe. Durch die ökologisch sinnvolle Wiederaufbereitung müssen keine neuen Rohstoffe abgebaut werden, große naturnahe Flächen bleiben erhalten.

 

Standort und Umweltschutz

Wir arbeiten fast ausschließlich in und um Würzburg und Gerbrunn. Der Standort am Kirschberg minimiert in den kommenden Jahren die Anfahrtswege und damit den CO2-Ausstoß und spart in Zukunft erhebliche Mengen an Treibstoff. Insbesondere gilt es Leerfahrten zu vermeiden. Für die Bauherren bedeuten kurze Wege eine große Kostenersparnis, für unsere Gemeinde bedeuten sie eine langfristige Standortstärkung.

 

Riegel-Grafik-Kurze-Wege-Radius-Landkreis

 

 

Ausgleichsflaechen-Gerbrunn-Biotop-Gerbrunn-Bi-Gerbrunn

 

 

Naturschutz im Biotop Gerbrunn

Ja, die Erweiterungsfläche greift in einen bestehenden Biotopverbund ein. Dies ist uns sehr wohl bewusst und wurde kritisch abgewogen. Durch die Möglichkeit der Schaffung von umfangreichen Ausgleichsmaßnahmen in und um das Gemeindegebiet hat man sich für den Eingriff entschieden. Der Biotopverbund wird nicht unterbrochen und kann bestehen bleiben. Sogar der Trockenbiotopverbund kann an anderer Stelle ausgebaut und gestärkt werden.

 

Und hier noch ein Versprechen: Wir pflanzen für jeden Baum der weichen muss, einen neuen!

 

Verkehr, Lärm und Staub

Die Anzahl unserer LKW bleibt im Verhältnis gleich. Das heißt, es wird verkehrsseitig keine Mehrbelastung geben, da wir bereits heute mehrmals täglich die Kreisstraße (Kitzinger Str.) passieren.

Darüber hinaus bietet unser neues Gelände durch die optimale Ausrichtung der Gebäude maximalen Schallschutz. Ein in Auftrag gegebenes Lärmgutachten bestätigt, dass wir die vorgeschriebenen Grenzwerte deutlich unterschreiten. Von Seiten des Verkehrs der Kitzinger Straße kommen mehr Immissionen an umliegenden Bebauungen und Plätzen an als von unserem Betriebshof. Der Straßenverkehr emittiert ungeschützt und ungehindert zwischen unserem neuen Betriebsgeländes und des bestehenden Gemeindegebiets Abgase und Geräusche. 

 

Stauben soll und darf es nicht. Der Betriebshof wird so angelegt, dass zu lagernde Materialien in dreifach geschlossenen und überdachten Hallen ihren Platz finden. Die Freiflächen (Fahr- und Stellflächen) werden nach Bedarf mit betriebseigenen Kehrmaschinen sauber gehalten. Sollte vereinzelt die betriebseigene mobile Brech- oder Siebanlage zum Einsatz kommen, geschieht dies unter höchster Einhaltung von geltenden Vorschriften. Die Materialien werden in verschiedenen Arbeitsschritten mit Wasser direkt auf kürzestem Weg benebelt.

 

 

 

 

Verkehrsaufkommen Kreisstraße

 

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Energetische und umweltgerechte Gebäude- und Flächenplanung

Sowohl unsere neuen Gebäude, als auch die gesamte Anlage entsprechen modernsten umweltgerechten Standards. Mit Solar und Photovoltaik auf den Gebäudedächern sowie umweltschonender und nachhaltiger Technik in den Gebäuden setzen wir hohe energetische Maßstäbe. Doch nicht nur unsere Technik soll "grün" sein, wir möchten auch, dass der Blick von der Straße grün bleibt. Durch Baumreihen und Flächenbepflanzungen über die gesamte Grundstückslänge integrieren sich die Gebäude und Flächen harmonisch in die bestehenden Verhältnisse.

 

 

Nicht entsorgen – sondern sichern für morgen.

 

 

Riegel-Strassenanischt-Neubau-Gerbrunn-Kirschberg

 

Die wichtigsten Fragen rund um die Bürgerinitiative Gerbrunn

 

 

Wie ist die bisherige Planung zum neuen Industriegebiet verlaufen?

 

 

Seit inzwischen zwei Jahren beschäftigen wir uns eingehend mit unserem neuen Betriebsgelände und unsere Planungen sind inzwischen weit fortgeschritten. Das Verfahren wurde von Anfang an transparent und offen geführt, alle Fragen von Verkehr bis Umweltschutz wurden intensiv von Fachleuten geprüft und mögliche Schwierigkeiten gelöst. Diverse Expertengutachten zu verschiedenen Themen (z.B. Lärm, Umwelt) bestätigen dies. Mit der optimalen Ausrichtung der Gebäude unterschreiten wir die Grenzwerte hier deutlich. 

 

Wurden tatsächlich Fakten zurückgehalten oder zu spät veröffentlicht, wie es von der Bürgerinitiative Gerbrunn vorgeworfen wird?

 

Es wurden zu keiner Zeit Informationen zurück gehalten, im Gegenteil: wir haben uns den Fragen und Sorgen der Bürger Gerbrunns in Veranstaltungen gestellt. Sowohl der Gemeinderat, als auch die Verwaltung haben anschließend die Planungsschritte in allen Instanzen ausnahmslos einstimmig befürwortet. 20:0 für unseren neuen Standort!

 

Wie wurde der bestehenden Planung von Seiten der Bürgerinitiative Gerbrunn begegnet?

 

Gegenüber den Initiatoren des Bürgerbegehrens Gerbrunn / Ratsbegehren Gerbrunn wurden detaillierte Informationen und persönliche Gespräche angeboten, die allerdings von Seiten der Bürgerinitiative Gerbrunn abgelehnt wurden. Deshalb verstehen wir den jetzt aufgekommenen Vorwurf der Fakten-Zurückhaltung nicht. Zu jeder Zeit haben wir alle Themen mit den Beteiligten und Verantwortlichen offen abgestimmt!

 

Warum der Standort am Kirschberg?

 

Unser derzeitiger Betriebshofs in Gerbrunn, Am Kirschberg 12, ist unserer Betriebsgröße nicht mehr gewachsen. Der neue Standort wurde wohl überlegt ausgewählt und von langer Hand durch anfängliche Voruntersuchungen und spätere intensive Erfassungen und Prüfungen untermauert. Im gesamten Gemeindegebiet gibt es kein anderes Gelände, dass wir nutzen könnten.

 

Wie ist die betroffene Fläche einzuschätzen und wie viel Biotop steckt tatsächlich darin?

 

 

Ja, es wird in eine Biotopfläche eingegriffen und der Biotopverbund beeinträchtigt, aber nicht unterbrochen. Der größte Teil der Gehölze im Umfeld um die Betriebsfläche bleibt als Biotop Gerbrunn erhalten. Das in dem Planungsgebiet vorhandene Biotop hat unterschiedliche Wertigkeiten, wobei einem kleinen Teil, dem offenen Magerrasen, eine hohe Wertigkeit zugesprochen wird. Dem größten Teil des Grundstücks, der verbuschten Fläche, wird jedoch nur eine geringe Wertigkeit zugesprochen. 

 

Wird der bestehende Biotopverbund in Gerbrunn zerstört?

 

Nein, der Verbund wird nicht zerstört. Der Biotopverbund ist bereits heute schon durch die Kreisstraße (WÜ 28) gehämmt. Der einzige bestehende Verbund bleibt über die bewachsene Bahnböschung weiterhin erhalten. Der Biotopverbund wird somit nicht erheblicher unterbunden bzw. unterbrochen als es heute schon der Fall ist. Die Natur um uns herum soll erhalten bleiben. Die bestehende Entwässerungsmulde der Kreisstraße bleibt erhalten und wird an der Grenze der Kreisstraße zum Plangebiet weitergeführt, bis diese in die vorhandene Verrohrung mündet. So wie heute auch schon.

 

Wurden adäquate Untersuchungen durchgeführt?

Ja, intensive und über entsprechend erforderliche Zeiträume durchgeführte Untersuchungen wurden durch Fachinstitute und -planer angestellt. Zu jeder Zeit in Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden und alle relevanten Themen betreffend. Bereits erstellte Schallgutachten bilden den "worst case" ab. Dort untersuchte Betriebsarten wie z. B. Brechen oder Sieben finden nur sporadisch an wenigen Tagen im Jahr statt. Holzzerkleinerung z. B. nur ein bis zwei Mal im Jahr.

In einem auf die Bauleitplanung folgenden Verfahren - im BimSchG-Verfahren - erhalten wir zu einem späteren Zeitpunkt weitere Auflagen zur Vermeidung von Staubentwicklung. Verkehr, Veränderungen für Anwohner, Eingriffe in Natur und Umwelt, betroffene Tiere und Pflanzen wurden den Bedürfnissen entsprechend untersucht.

 

Werden Maßnahmen zum Ausgleich der Natur ergriffen?

 

Ja, es werden von uns - aus eigenen Mitteln - an anderen Stellen im Gemeindegebiet erhebliche Ausgleichsflächen geschaffen, weiter gefördert und entwickelt. So wird der Trockenbiotopverbund dauerhaft gestärkt. Außerdem pflanzen wir für jeden Baum, der auf unserem Gelände weichen muss, einen neuen und achten insgesamt auf eine naturnahe Gestaltung. 

 

Was passiert mit den Tieren?

Die betroffenen und schützenswerten Tiere werden in die neu geschaffenen Ausgleichsflächen umgesiedelt. Dabei handelt es sich um einige wenige Schlingnattern und Zauneidechsen. Für Fledermäuse werden Ersatzquartiere geschaffen.

 

Welche Auswirkungen wird das neue Gewerbegebiet/Industriegebiet Gerbrunn auf den Verkehr haben?

 

Durch unseren neuen Standort wird es keine Mehrbelastung des Schwerlastverkehrs geben. Die Anzahl unserer LKW bleibt im Verhältnis zum heutigen Verkehrsaufkommen gleich. Durch die zentrale Lage zwischen Entstehungsorten und Verwertungsstellen sparen wir in Zukunft deutlich Wege ein. So schonen wir die Umwelt, da wir deutlich weniger CO2 ausstoßen, die Straßen weniger belasten und Abläufe durch Rückfrachten und Zwischenlagerung optimieren können. Wir minimieren Leerfahrten und sorgen dafür, dass der Verkehr nicht mehr, sondern optimierter, sogar weniger wird.  

 

Welche Lärmentwicklung ist zu erwarten?

Schon durch die Bauweise und Ausrichtung unserer neuen Gebäude wirken wir Lärm entgegen. Optimal ausgerichtet bieten sie maximalen Schallschutz. Das Sieben und Brechen von Bauschutt wird sich auf wenige Tage im Monat beschränken, das Zerkleinern von Altholz sogar auf ein bis zwei Mal im Jahr. Laut Lärmgutachten unterschreiten wir die vorgeschriebenen Grenzwerte deutlich. Die Lärmimmissionen sind nachweislich geringer als der Lärmpegel der tangierenden Kreisstraße. 

 

Sind entstehende Stäube als "belastend" zu werten?

Zur Vermeidung von Staubentwicklung planen wir überdachte sowie dreiseitig geschlossene Lagerhallen. Moderne technische Anlagen, z. B. Wasserbedüsung, vermeiden Staubbildung und binden diesen bereits im Bearbeitungsvorgang. Auch die Vermeidung von unbefestigten Schotterflächen und die Reinigung der befestigten Flächen mit Nasskehrung bindet bzw. vermeidet Staub. So entsteht für die Bewohner der Roßsteige, Baugebiete Kirschberg III und II keinerlei Staub, Lärm oder Dreck!

 

Wird eine Tankstelle errichtet?

Es wird keinesfalls eine öffentliche Tankstelle errichtet. Lediglich die Möglichkeit einer betriebseigenen Tankstelle wurde in Betracht gezogen. Ob das schließlich umgesetzt wird, ist aktuell noch nicht sicher. Wenn wir diesbezüglich eine Entscheidung getroffen haben, werden wir es Sie an dieser Stelle wissen lassen.

 

Wie wird der Blick von der Straße aus sein?

Der Blick von der Straße soll weiterhin grün sein. Unsere Gebäude werden optisch hinter neu gepflanzten Bäumen, Strauch- und Buschwerk verschwinden (siehe Grafik oben). Eine industrielle Zaunanlage möchten wir vermeiden, stattdessen stellen wir eine optisch ansprechende Randbegrünung her. Insgesamt wird unser Betriebsgelände durch ein oberirdisches Versickerungsbecken mit naturnaher Böschungsgestaltung in das bestehende Geländerelief eingebunden.

 

Welche Intention verfolgt der Investor?

Die Firma RIEGEL setzt sich für aktiven Klima- und Umweltschutz ein. Durch nachhaltiges Wirtschaften, die Wiederaufbereitung und Wiederverwendung hochwertiger Ersatzbaustoffe aus Boden und Bauschutt, die regionale Beschränkung und damit kurzen Anfahrtswegen, lebt sie es seit langem vor. So werden natürliche Rohstoffressourcen und knapper Deponieraum geschont und große naturnahe Flächen erhalten. Das neue Gelände stärkt auch den Wirtschaftsstandort Gerbrunn, erhält regionale Arbeitsplätze und fördert diese in Zukunft. Für ein lebenswertes, zukunftsfähiges Gerbrunn, auch für künftige Generationen! Ohne Belastung oder berechtige Bedenken für die Bevölkerung!

 

 

STELLUNGNAHME ZUR ANZEIGE DER BÜRGERINITIATIVE AUS DEM "Kleinen Anzeiger" AUSGABE 04/2020

 

Auf die Anzeige der Bürgerinitiative in Form eines Briefes (Gerbrunner „der kleine anzeiger“, Ausgabe Nr. 4/2020) möchten wir die Darstellung kommentieren, um den Gerbrunner Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein vollständiges Bild und wichtige, aktuelle Informationen zum Thema zu bieten.

Generell stellen wir (wie bereits in vorherigen Veröffentlichungen der Bürgerinitiative!) fest, dass die Ausführungen auf teilweise überholten Verfahrensständen basieren. Ein Großteil der Aussagen ist einseitig und subjektiv, zum Teil sogar falsch formuliert.

 

Wir nehmen die Befürchtungen und Ängste unserer Mitbürger sowie den Umwelt- und Artschutz sehr ernst. Seit mehr als 2 Jahren haben wir unser Vorhaben öffentlich und transparent kommuniziert.

 

Vorschau-Artikel

Zur Veranschaulichung haben wir die falschen Aussagen in rot markiert, einseitige, unvollständige oder unsachgemäß vorgetragene Argumente haben wir gelb markiert:

 

Rot-1

Die Gemeinde Gerbrunn weist kein „neues Industriegebiet“ aus. Es erfolgt lediglich die Erweiterung des bestehenden Industrie- und Gewerbegebiets auf der Gemarkung Gerbrunn. Richtig beschrieben ist, dass die Erweiterung nördlich der Kitzinger Straße entsteht. Damit liegt es auf der vom Gemeindegebiet weiter entfernten Straßenseite als das bereits bestehende Industriegebiet.

 

Falsch ist die Behauptung, Bauschutt würde unter „freiem Himmel gelagert und verarbeitet“. Ausreichend große, dreifach geschlossene Hallen zur Lagerung und Verarbeitung sind geplant. Ebenfalls war nie und ist nicht die Rede von einem Brechen von „belastetem Altholz“. In einem schallschutztechnischen Worst-Case-Szenario wurde untersucht, ob es möglich wäre, Holz zu zerkleinern. Wenn überhaupt, würde diese Art von Altholz-Behandlung ein bis zweimal jährlich stattfinden. Eine Behandlung von gefährlichen Abfällen, das von der BI angesprochene A-IV-Holz, ist nicht gestattet und wird demnach nicht durchgeführt.

 

 

 

Rot-2

Ja, die Erweiterungsfläche greift in einen bestehenden Biotopverbund ein. Der Biotopverbund wird jedoch nicht unterbrochen und kann bestehen bleiben. Der Trockenbiotopverbund kann an anderer Stelle ausgebaut und gestärkt werden. Der Lebensraum bleibt erhalten. Ein Großteil der geplanten Bebauung fällt auf eine Biotopfläche, der weniger Bedeutung zugesprochen wird. Nur ein geringerer Anteil (der Trocken- bzw. Magerwiesen-Anteil) wird als höherwertiger eingestuft. Umfassende Ausgleichsmaßnahmen werden in und um das Gemeindegebiet von Gerbrunn durchgeführt.

 

Ein renommiertes und anerkanntes Ingenieurbüro für Naturschutzplanung führte mehrere Untersuchungen durch und fasste diese detailliert in einem Umweltbericht zusammen. Dieser liegt der Öffentlichkeit leider noch nicht zur Einsicht vor, da die Sitzung zur Billigung der Stellungnahmen und ergänzend erstellten Unterlagen krisenbedingt nicht stattfinden konnte. In den kommenden Wochen wird die Sitzung erneut angesetzt.

 

Mitgliedern der Bürgerinitiative Gerbrunn wurde auf Grundlage des Umweltinformations-Gesetzes bereits Einsicht in die aktuellen Unterlagen gewährt. Es ist daher verwunderlich, dass sich diese Erkenntnisse nicht in den Ausführungen der BI wiederfinden.

 

Rot-3

Die Bedenken zu „Lärm, Staub und Mehrverkehr“ sind unbegründet. Die Anzahl der LKW bleibt im Verhältnis zur bisherigen Situation gleich. Es kommt verkehrsseitig zu keiner Mehrbelastung. Durch die optimale Ausrichtung des geplanten Gebäudes bieten wir maximalen Schallschutz. Die Grenzwerte werden laut Gutachten deutlich unterschritten. Die Lagerung und Verarbeitung von Material werden in unmittelbarem Umgriff von dreifach geschlossenen und überdachten Hallen stattfinden. Selbstverständlich werden wir uns an alle geltenden Vorschriften halten und freiwillige Maßnahmen ergreifen.

 

 

Rot-4

Zur Weiterentwicklung der Biotopflächen werden Gebiete innerhalb Gerbrunns und direkt an die Gemarkungsgrenzen angrenzende Flächen für Ausgleichsmaßnahmen gewählt. Ein Gebiet zwischen Gerbrunn und Randersacker wird durch die direkt angrenzende neue Ausgleichsfläche des Markts Randersacker sinnvoll vergrößert und bringt so einen doppelten Mehrwert im Biotopverbund.

 

Die Biotopflächen und der Biotopverbund werden durch die umfassenden Ausgleichsmaßnahmen sinnvoll weiterentwickelt. Der angesprochenen Empfehlung – wie im Artikel der BI (Absatz 3) beschrieben – wird vollumfänglich entsprochen.

 

 

Rot-5

Der von der Bürgerinitiative angesprochene renommierte externe Sachverständige wurde von der BI und deren Rechtsvertreter beauftragt und beschäftigt sich nahezu ausschließlich mit der Erstellung von Gegengutachten im Rahmen von Bürgerinitiativen gegen öffentliche und private Maßnahmen in ganz Deutschland.

 

Teilweise beziehen sich Aussagen aus dem Gegengutachten auf Auswertungen, die von uns beauftragt wurden, um eventuelle Möglichkeiten der Durchführung und den Worst-Case abzubilden. Mit den vorliegenden Unterlagen sind weitaus mehr Untersuchungen angestellt und abgebildet worden, als für die Aufstellung eines B-Plans eigentlich notwendig. Dies beweist unseren transparenten und offenen Umgang. Unsere ergänzenden Gutachten und Untersuchungen liegen der Öffentlichkeit krisenbedingt noch nicht zur Einsicht vor. Dies wird in den nächsten Wochen geschehen.

 

 

Rot-6

Um positive Signale zu setzen wurde die Ausweisungen eines Gewerbegebiets in Betracht gezogen. Nachweislich hätte man die Vorgaben eines Gewerbegebiets einhalten können. Aus verwaltungsrechtlichen Gründen ist jedoch eine mobile und auch wenn nur zeitweise eingesetzte Brech- oder Siebanlage nur in einem Industriegebiet möglich.

 

 

Rot-7

 

Verkehrszählungen des Straßenlastträgers ergaben, dass der dem Grundstück zuzuordnenden Schwerverkehr in der Gesamtbetrachtung eine deutlich untergeordnete Rolle spielt. Subjektive Wahrnehmungen einer Überbelastung der Kitzinger Straße ergeben sich z. B. aus straßenbaubedingten Umleitungen in und um Würzburg oder durch Umfahrungen von Unfällen/Sperrungen auf der A3 oder B8 auch heute schon.

Unsere Fahrzeuge fahren bereits seit Jahrzehnten mehrmals täglich in die Kitzinger Straße ein, jedoch eine Ampelkreuzung weiter oben. Zudem werden wir die Anzahl unserer LKW aufgrund unseres neuen Betriebshofs nicht erhöhen.

 

 

Rot-8

Seit Beginn unseres Vorhabens haben wir Informationen transparent auf unserer Internetseite veröffentlicht und obendrein Informationsveranstaltungen durchgeführt. Auch Fragen von Unterzeichnern der BI-Anzeige beantworteten wir persönlich und ausführlich per E-Mail.

 

Erstens liegt uns selbst sehr viel daran, dass sich unser neues Betriebsgelände in die örtlichen Gegebenheiten und in den natürlichen Verlauf optimal eingliedert. Zweitens sind die Anzahl und Größe der in der Visualisierung dargestellten Bäume den Vorgaben aus dem zukünftigen Bebauungsplan angepasst. Die Visualisierung entspricht dem geplanten Ortsbild.

 

 

Rot-9

Die erste Wohnbebauung befindet sich in Richtung Roßsteige in über 450 Metern Entfernung und in Richtung Kirschberg III - ebenfalls in deutlich weiterer Entfernung als von der BI angegeben. Das Baugebiet Kirschberg II ist noch weiter entfernt. Die Streckenangabe der BI von 150 Metern bezieht sich auf ein Grundstück, das auf der gegenüberliegenden Straßenseite im Industriegebiet liegt. Hier ist eine sogenannte Betriebswohnung errichtet. Abgesehen davon, dass der Zweck einer solchen Betriebswohnung eigentlich verwaltungsrechtlich klar definiert ist, wurde auch dies schalltechnisch untersucht. Die dort festgelegten Werte werden ebenfalls um mindestens 10 dB unterschritten. Weiterhin ist die Sichtachse durch das bestehende Industrie- und Gewerbegebiet und die direkte Schallausbreitung in die Wohngebiete damit unterbrochen/gehemmt.

 

Die in 50 Metern Entfernung liegende Bushaltestelle bleibt selbstverständlich erhalten. Die Gefahr von Seiten der Kreisstraße sollte schon heute nicht unterschätzt werden. Eine Veränderung der Situation durch unser Bauvorhaben ist nicht gegeben.

 

 

Rot-10

Aufgrund des Eingriffs in ein Biotop werden umfassende Ausgleichsmaßnahmen zur Weiterentwicklung der Biotopflächen geschaffen - so wie seinerzeit im Baugebiet Kirschberg II und III. Es erfolgt keine Unterbrechung des Biotopverbunds sowie keine objektive Beeinträchtigung der Öffentlichkeit!

 

Wir möchten unseren neuen Betriebshof in einer erweiterten Industriefläche in bereits bestehende Infrastrukturen eingliedern. Dank umfassender – teils freiwilliger – Ausgleichsmaßnahmen sowie dem Wiederverwerten von Boden und Baustoffen schützen wir die Umwelt und sorgen für einen achtsamen und nachhaltigen Umgang.

 

Wir sind uns der Verantwortung gegenüber unserer Heimatgemeinde, dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger, dem Ortsbild, der Umwelt und Natur durchaus bewusst und nehmen diese enorm ernst! Neben den geltenden Vorschriften leiten wir deshalb weiterhin freiwillige Maßnahmen ein!

 


 

 

Statements zum Bauvorhaben und zum Thema Bauschuttrecycling im Allgemeinen

 

 

Stellungnahme von Gerbrunns Bürgermeister Stefan Wolfshörndl auf Facebook am  12.03 zu einem in der  Main-Post erschienenen Artikel zu unserem Bauvorhaben :

 

"...Erfolgt ein Eingriff in die Natur (wie z. B. beim Bau des Lidl, bei der Ausweisung des Neubaugebietes Kirschberg III - auch hier gab es im übrigen Biotope… - Biotop ist nicht gleich Biotop, unterschiedliche Wertigkeiten und Bedeutungen, etc.) erfolgt eine Ausgleichsmaßnahme. Diese findet im Zusammenhang mit dieser Maßnahme auf privaten und öffentlichen Flächen statt. Die Ausgleichsmaßnahmen werden vom Bauherren beauftragt, oder durchgeführt oder finanziert und durch vertragliche Bestimmungen definiert und festgeschrieben. Insofern zahlt nicht die Gemeinde den naturschutzfachlichen Ausgleich.

 

Generell stört mich bei diesem Thema, dass in weiten Teilen nur emotional diskutiert wird. Wenn man hört "ich möchte nicht in Dreck, Staub und Lärm leben" - geht das genauso am Thema vorbei wie das Totschlagargument Biotop. Ja - es erfolgt ein Eingriff in die Natur, aber dieser wird größtmöglich ausgeglichen. Dafür gibt es den Abwägungsprozess. Ja, auch ein Bürgerentscheid, eine Bürgerinitiative, etc. sind zulässige Instrumente in der Demokratie. Und wir können alle froh sein, dass es diese Möglichkeiten gibt. Was mir massiv aufstößt ist die Moralkeule und auch Aussagen in der Presseerklärung / im Artikel, "Es ist demokratisch zweifelhaft...", "Viele Informationen sind erst im Laufe des Verfahrens ans Licht gekommen..." - so ein Unfug.

 

Ich kenne kein Aufstellungsverfahren eines Bebauungsplanes, welches so transparent und offen durchgeführt wurde, der Unternehmer hat sich auch auf einer Bürgerinfoveranstaltung sämtlichen Fragen gestellt, auch denen für die man sich eigentlich Fremdschämen müsste. Genauso ist es mit dem Verfahren im Gemeinderat. Seit über zwei Jahren wird regelmäßig beraten, diskutiert, veröffentlicht, Gutachten erstellt, nachgearbeitet, erneut beraten, erneut begutachtet, etc. - hier von einem "demokratisch zweifelhaften Verhalten" zu sprechen, weil eine Entscheidung über ein Ratsbegehren nicht dann stattfindet wann man es sich wünscht? Von Personen die selbst kommunalpolitische Verantwortung übernehmen wollen? O.k. kann man machen, muss man nicht verstehen. Es gibt überhaupt keine Eile, der GR hat festgelegt bis zur Entscheidung über ein Ratsbegehren keine weiteren Schritte zu unternehmen. Genauso setzen wir es um. Für Gerbrunn ist dies die 3. Unterschriftensammlung / das 3. Bürgerbegehren. Beim ersten hat man einen integrativen Kindergarten in der Alten Schule verhindert, beim zweiten die Nachverdichtung in Sachen Wohnbau innerhalb der Gemeinde, man wird sehen was hierbei herauskommt. Demokratie lebt vom Wettstreit der Argumente. Betonung auf Argumente..."

 

 


 

Erdbau-Riegel-Erweiterung-Gewerbegebiet-Kirschberg-Gerbrunn-Bi-Gerbrunn
Freiflaechenplan-Gerbrunn-Kirschberg-Industriegebiet-Erdbau-Riegel

Statements zum Thema Baustoff-Recycling allgemein

 

Frau Karen Heußner (Landratskandidatin 2020 der Grünen) äußert sich in einem Zeitungsartikel zu ihrem Standpunkt zum Baustoff-Recycling wie folgt:

 

"...Unsere Ressourcen sind endlich. Warum baut man Muschelkalk in großem Stil ab, wenn man hochwertige Baustoffe aus Bauschutt recyceln kann?..."

 

"…Wir sollten uns Gedanken über das Recycling von Baustoffen machen. Es werden so viele Brücken und Straßen abgebaut. Die Materialien werden allerdings kaum genutzt. Dies gilt es zu ändern…"

 

Herr Armin Amrehn (Vorsitzender des Bund Naturschutz in Würzburg) 

am 25.10.19 in einem Aritkel in der Main-Post

 


 

Stellungnahme von Bernd Riegel:

 

"Lange Zeit haben wir dem zugesehen und zugehört, wie Menschen und Organisationen in verschiedensten Medien und eigenen Webseiten einseitig berichten und die Objektivität meist außer Acht lassen. Aktuelle Informationen von Seiten der Gemeinde bzw. des Investors wurden nicht gewünscht, sogar ein Gesprächsangebot abgelehnt. Die derzeitige Berichterstattung basiert leider auf einem Verfahrensstand, der längst überarbeitet ist und zur Billigung durch den Gemeinderat bereitliegt. Leider konnte hierüber nicht abgestimmt werden und somit die Unterlagen öffentlich gemacht werden, da zur Gemeinderatssitzung des 03. Februars 2020 von Sonntagabend auf Montag ein Antrag der Grünen/Bündnis90 Partei einging, ein Ratsbegehren in Gerbrunn zu veranlassen. Auf Grund der Kurzfristigkeit des Antrags hat der Gemeinderat und Verwaltung weder über das Ratsbegehren noch über die neuen und aktuellen Unterlagen des Verfahrens abgestimmt.

 

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Für unsere Gesellschaft und uns als Unternehmen ist diese Entwicklung zukunftsweisend und existenzsichernd. Übrigens hat der Gemeinderat schon vor langer Zeit entschieden, dass sämtliche Kosten, die in Zusammenhang mit der Entwicklung dieser Erweiterungsfläche stehen, angefangen von Planungsleistungen bis hin zur Verkehrsanbindung durch die dort bestehende Ampelanlage, einzig und alleine von uns getragen werden. Ein großer Teil der Ausgleichsflächen wird durch unser Unternehmen gestellt. Für sämtliche Ausgleichsflächen sind wir ebenfalls für die Entwicklung verantwortlich."

 

Gemeinsam mit unserer Umwelt nachhaltig umgehen – mit Verstand und Vernunft. Dafür stehen wir!

 

 

Sie haben noch weitere Fragen rund um das Bauvorhaben (neues Gewerbegebiet/Industriegebiet Gerbrunn), dem Biotop Gerbrunn oder zur Bürgerinitiative Gerbrunn? Gerne stehen wir dafür zur Verfügung. Senden Sie uns bitte Ihre Fragen über das untenstehende Formular: